Spirituell

Wie finde ich meine Berufung?

Viele von uns wünschen sich ihre Berufung zu finden, oder aber den Mut diese zu leben. Hab ich überhaupt eine Berufung? Ich bin mir sicher, dass wenn du dir diese Frage stellst, hast du eine Berufung.

Warum ist es so schwer die Berufung zu finden?

Ich glaube, dass die Schwierigkeit die eigene Berufung zu finden oder in ihr erfolgreich zu sein, mit der Scham zusammenhängt. Ich sage bewusst Scham und nicht Angst, weil über die Angst wird viel gesprochen, jedoch spricht die Scham kaum jemand an, obwohl sie wie eine unsichtbare Grenze ist, die uns von unserer Selbstliebe und somit auch von unserer Berufung fern hält.

Berufung hat immer mit Individualität zu tun.

Um deine Berufung zu finden, solltest du dem Thema hemmungslos und frei begegnen. Durch angepasst sein, wirst du nicht an deine Individualität heran kommen. Schämen wir uns, weil wir glauben nicht gut genug zu sein, fehlt uns der Mut zur Individualität.

Warum ist das so?

Scham ist eines der schmerzhaftesten Gefühle und eine Form von Angst, die so heftig sein kann, dass die betreffende Person nicht mehr klar denken oder sprechen kann. Scham ist wie ein Schuldgefühl und sorgt dafür, dass wir das, was in uns ist oder was wir nach draußen bringen wollen, vor uns selbst und vor anderen verbergen möchten.
Wir haben Angst bloßgestellt zu werden, Angst anders zu sein, Angst nicht mehr dazu zugehören. Das hat einen ganz tiefen evolutionären Ursprung in der Schande, denn zu früheren Zeiten, waren die Menschen auf den Schutz der Gruppengemeinschaft angewiesen. Ist jemand Aufgrund einer Schande von der Gemeinschaft geächtet, sprich ausgestoßen worden, konnte das „auf sich allein gestellt sein“, den Tod bedeuten.

Was können wir tun?

Erst einmal finde ich es wichtig das wir verstehen, dass uns die Scham davon abhält tief in uns hinein zu fühlen. Sie schützt uns vor Verletzlichkeit und Schmerz. Doch gerade in unserer Tiefe finden wir all unsere Anlagen die uns unsere Berufung ermöglichen. Oben, im geschützten Bereich unserer Gedanken oder oberflächlichen Gefühle können wir sie nicht finden. Wir müssen den Mut haben tiefer zu gehen. Genauso verhält es sich auch, wenn wir unsere Berufung gefunden haben und damit nach draußen in die Öffentlichkeit gehen wollen. Wir haben Angst uns zu blamieren, blöd angeschaut zu werden, ausgelacht oder zum Objekt von Klatsch und Tratsch zu werden. In diesen Momenten verlässt uns die Kraft Dinge umzusetzen die für die Weiterentwicklung unserer Berufung sinnvoll wären. Mich überfällt in solchen Momenten häufig eine bleierne Müdigkeit. Oder wenn ich mich überwinden will, eine regelrechte Starre und Panik.

Angst vor Blamage

Was wir oft nicht präsent haben ist, dass  Miss­ge­schi­cke meistens nur uns selbst pein­lich sind. Andere Men­schen reagie­ren in der Regel mit Sym­pa­thie auf kleine Missgeschicke. Ver­biete dir also nicht die Chance dich zu blamieren, das ist auch ein Teil unserer indi­vi­du­el­len Lern­er­fah­rung, es ist einfach menschlich.

Tipps zur Überwindung von Scham

  • Akzeptiere, dass dieses unangenehme Gefühl von Scham da ist.

  • Frage dich, wovor genau hast du Angst?

  • Frage dich, was verbietest du dir?

  • Frage dich, welche Ecken und Kanten möchtest du anderen nicht zeigen?

  • Erlaube dir, auch die Seiten deines Seins mit der Welt zu teilen, die du als nicht vollwertig empfindest.

  • Gehe lie­be­voll mit dir selbst um.

  • Suche ein Gespräch mit einer ver­trau­ten Person.

  • Medi­ta­tion ist ein schöner Weg, dich mit dir selbst zu verbinden.

Ich bin mir ganz sicher, dass wenn wir unser Schamgefühl aufspüren, dann haben wir die Chance liebevoll mit uns umzugehen und tief in uns hinein zu hören.
Tief in uns finden wir den Zugang zu unserer Seele und somit unsere Berufung.

Linda Giese_Lebe Glücklich Podcast_Potenzialentfaltung_218
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